Inklusion, aber wie? Wie nutzen Sehbehinderte das Internet -ein Gespräch

Manchmal bekommen wir über unsere Homepage SL0  Informationen, die uns auf weitere Entwicklungsmöglichkeiten für SLO aufmerksam machen,  wie zum Beispiel diese:

Vor zwei Tagen bin ich erstmals auf Ihren Web-Auftritt „Senioren lernen online“ aufmerksam geworden. Selbst 52, gehöre ich- rein altersmäßig- wohl eher nicht zu der Klientel, welche Sie damit ansprechen möchten. Und doch gab und gibt es Details Ihres Auftritts, welche mich persönlich von Anfang an angesprochen haben. Und weshalb?Beruflich bin ich für eine gemeinnützige Stiftung in Frankfurt am Main tätig, welche sich, 1837 gegründet, heute unter
Anderem mit Beratungs- und Informationsangeboten für Seniorinnen und Senioren mit altersbedingten Augenleiden befasst. Selbst unterrichte ich blinde und sehbehinderte Erwachsene im Umgang mit heute üblichen Kommunikations- und Informationsmitteln, also mit Computern im weitesten Sinne. Auch der Bereich Mobilgeräte ist für diesen Personenkreis mittlerweile enorm wichtig geworden, weshalb wir auch für Geräte wie iPhone etc. mindestens ein offenes Auge und Ohr haben.Falls Sie dis näher interessiert, zögern Sie nicht, mich zu fragen.
Weitere Informationen zu der Einrichtung, für welche ich tätig bin,finden sie unter http://www.sbs-frankfurt.de 

Das hat unsere Neugierde geweckt. Könnten wir unser Angebot so aufbereiten, daß Blinde und Sehbehinderte dies auch nutzen könnten? Das wäre auch eine Hilfe für Senioren, deren Augen sich nicht reparabel verschlechtern.
Wir verabredeten ein Gespräch mit Martin Kirchner, der seit dem 10. Lebensjahr erblindet ist und uns sehr anschaulich schilderte, wie er und viele der ihm bekannten Sehbehinderten sich mit Computer und Internet zurechtfinden.
Unser Gesprächspartner schwärmte von Apple-Produkten. Warum? Nun probieren Sie auf Ihrem iPad mal  über „Einstellungen“ Allgemein“ und „Bedienungshilfen“ mal die Einstellungsmöglichkeiten aus, um Text gesprochen zu bekommen. Das gleiche gilt für das iPhone. Diese Software ist bereits enthalten und muss nicht wie andere teuer installiert werden.
Wir bekamen Hinweise auf weitere  Programme, die es Blinden ermöglichen am Internet teilzuhaben.( http://rtfc.de/ und http://www.accessibleevent.com/). Auch auf das Programm eines freien „screen Readers“ , nämlich NVDA (http://www.nvda-project.org )
Wählt man die portable Version für den USB- Stick, kann man mit Hilfe dieses Stickes, sofort an jedem Computer diese Software nutzen.
Umgekehrt könnte ja auch „drag and diction“ als „apps“ genutzt werden, erzählte mir später Horst.
Wir sprachen desweiteren über die Möglichkeit, mit ihm zusammen den Kurs Onlinekommunikation ( https://sites.google.com/site/sloworkshop/) auf die Nutzungmöglichkeit für Sehbehinderte zu testen und anders zu gestalten.
Wir werden bei Facebook eine neue  Gruppe zum Thema Sehbehinderte-Inklusion aufbauen..
Es wurde auch angesprochen, daß wir in einem neuen Projekt „mobile Endgeräte für Senioren“ auch die Gruppe der Sehbehinderten mit einbinden könnten.
Wir sind neugierig auf weitere Gespräche.
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